Medtermine – Blog

15. Februar 2017
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Wenn Katzen quatschen

Schnurren beruhigt, dass weiß wohl jeder Katzenbesitzer. Dass Schnurren heilt, dafür sprechen ebenfalls einige Studien  (1-5). Und auch Kongresse beschäftigen sich damit, zb. (schon etwas länger her) der Kongress “Mensch und Tier – Tiere in Prävention und Therapie“. Futuristisch muten dann Katzenschnurraparate an, die die heilenden Frequenzen nachahmen, so ganz ohne Katzenhaar und Co. Und auch im Internet haben Katzen ihren festen Platz, ob als Bilderflut auf Facebook, Twitter und Co. oder in diversen Foren.

Dosenöffner unter sich

Ein Urgestein, das Miau-Forum, gibt es immer noch. Und viele andere Foren ebenfalls. Für Nichtkatzenbesitzer muten diese Geschichten oft sonderbar an. Wie kann man nur… Vielleicht auch deshalb sind Katzenforen oft unter Auschluss der Öffentlichkeit. Aufgenommen wird nur wer wirklich Interesse am Thema hat. Wie zum Beispiel das „Katzenquatsch-Forum“ von Birgit Jacobeit. Gegründet vor ungefähr 12 Jahren, erfreut es sich ebenso großer Beliebtheit, die sich auch in unzähligen Treffen irl (in der realen Welt) manifestieren.

Bücher aus Geschichten

Das erste Buch, von Erika Maag 2002 herausgegeben und mit ihren wunderschönen selbstgemalten Katzenbildern illustriert, ist leider nicht mehr verfügbar. Katzenfreunde müssen deswegen nicht traurig sein.

Birgit Jacobeit durchstöberte die unendlichen Weiten der Katzengeschichten im Katzenquatschforum. Ganze 93 Geschichten umfasst nun das Buch “Katzenquatsch” . Erika Maag steuerte wieder einige ihrer Katzenbilder bei. Der Erlös der Bücher geht komplett an verschiedene Katzenhilfe-Organisationen! Falls über meinen Amazon-Affiliate-Link jemand das Buch kauft, spende ich den Ertrag natürlich ebenfalls.

 

Ein paar Einblicke:

„Sagt mal ihr Lieben, erblicken bei Euch bzw bei Euren Katzen Haarwürste auch immer Nachts das Licht der Welt?”

„Gratis abzugeben: Vier wunderschöne, liebenswürdige, kuschelige, pflegeleichte,.., Katzen. Katze 1 uns 2 haben dafür gesorgt, dass ich mir am Montag den Zeh gebrochen hab. Nummer 3 und 4 haben mir das Abendessen geklaut….”

„Irgendwie fehlen mir die Nerven für dieses unzufriedene Viehzeug“.

„Die ist so plastikfanatisch, dass ich nichtmal einen Bürokübel mit einem Sack bestücken kann, der wird sofort gefressen”

„Beide Katzen schleppen ihr Futter unter lautem Geschrei bzw mit einem leisen „Hmmm“ auf das Sofa um es dort zu fressen……Ich überlege jetzt ernsthaft was passiert wenn ich die Näpfe auf das Sofa stelle“.

Natürlich dürfen meine Katzen auch nicht fehlen, unzählige Anektoten gibt es wie bei allen Anderen auch zu berichten:

„Die beiden (Calimero und Mirli) sprechen miteinander. Kaum entdeckt eine was, wird das gemeldet und der andere kommt sofort, um nachzusehen. was da los ist.“

Verhaltensbiologisch ist das recht interessant, da Katzen ja nur mit uns Menschen reden, sprich das Miauen eigentlich untereinander in der Natur nicht vorkommt. Aber was halt mit fünf Wochen alleine in einer überschwemmten Werkstatt gleich zu Menschen gekommen ist, kann wohl nicht anders.

Nun um den Bogen zum heilsamen Katzenschnurren zu finden: Es scheint wohl unter Dosenöffnern völlig klar zu sein, dass Katzen gut tun, denn der heilsame Aspekt und das oft stundenlange wachen am Krankenbett gibts leider in keiner Geschichte. Und dafür sind Katzen wohl auch bekannt, oder? (zumindest erwarte ich das als Gegenleistung für Futter und Kistl putzen – 😉) – oder hab ich da was überlesen?

PS Ein Crossposting zur Erinnerung an Puck muss erlaubt sein – RIP 15.2.2013

 

Quellen:

(1) Cat ownership and the Risk of Fatal Cardiovascular Diseases
Adnan I Qureshi, MD, Muhammad Zeeshan Memon, MD, Gabriela Vazquez, PhD, MS, and M Fareed K Suri, MD
J Vasc Interv Neurol. 2009 Jan; 2(1): 132–135.
PMCID: PMC3317329

(2) Why do cats purr
Scientific American

(3) Schnurren auf heilenden Frequenzen
Medizin und Technikindustrie

(4) The Cats purr a biomechanical healing mechanism

(5) The healing power of cat purrs – Infografik

3. Februar 2017
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10. Februar 2017 13h CET: Healthcare Social Media Tweetchat #hcsmeu

Ein neuer Tweetchat bahnt sich an! Was ist das, mögen sich wohl viele Twitter-Newbies fragen.

Nun ganz einfach. Hashtags sind ja soweit schon bekannt, als Schlagworte zu bestimmten Themen. So auch #hcsmeu für “Healthcare Social Media Europe”. Entstanden um 2009, kreirt von Andrew Spong und Silja Choquet. Sie folgten dem Hashtag #hcsm, dem amerikanische Vorgänger. Mittlerweile gibt es rund um die Welt #hcsm-Ableger, Neuester zb. #hcsmAfrica. Wohl nicht zu übersehen auch #hcsmca – der Kanadische Hashtag, gegründet von Colleen Young, mit regelmäßigem Chat.

Wie geht ein Tweetchat?

Ort: Twitter
Hashtag: #hcsmeu
Zeit: Freitag 10.Februar, 13h CET
Dauer: 1h
Sprache: Englisch

Das Thema:

Sie arbeiten im Gesundheitsbereich? Sind am Thema Gesundheit interessiert? Was machen Sie jetzt was Sie vor 10 Jahren nicht gemacht haben? Was werden Sie in 10 Jahren tun?

 

Für Leser ohne Twitteraccount: Öffnen Sie Twitter.com/search-home und geben Sie am Freitag 10.Februar ab 13h den Hashtag:  #hcsmeu in das Suchfeld ein. Klicken Sie auf “Suchen”. Es erscheinen Tweets mit diesem Hashtag in Echtzeit. Sie können also mitlesen, aber nicht antworten.

Für Tweeps, Twitteranten –  also mit Twitteraccount: Loggen Sie sich ein,
Wichtig: In ihrern Timeline sehen Sie nur Tweets von Leuten, denen sie folgen, daher werden Sie vermutlich wenige bis gar keine Tweets mit dem Hasthag #hcsmeu finden. Daher geben Sie #hcsmeu im Suchfeld für die aktuellen Tweets zum Thema ein!

Diskutieren Sie mit! Schreiben Sie Antworten oder Kommentare zum Thema immer mit dem Hashtag #hcsmeu. So können auch Tweeps, die ihnen nicht folgen ihre Tweets lesen!

 

 

Wer sich für die Historie von #hcsm et al. interessiert:

Das Themenarchiv der vergangenen Chats: Topic Archive
Eine alte Anleitung, die ich mal erstellt habe: hcsmeu.at

Barcamps, reale Treffen der #hcsmeu-Community: Dazu gibts am Medtermine-Blog auch ein paar Nachlesen: Barcamp Berlin 2010, Barcamp Maastricht und Barcamp Brighton 2011.

 

 

 

24. Januar 2017
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„In Halbschuhen, die aber ganze Schuhe sind”

Peter Schmidt ist promovierter Geophysiker und IT-Experte, dem erst im Altern von 41 die Diagnose Aspergersydrom gestellt wurde. Das er „anders“ ist, das wusste er schon früher, doch er konnte sein anderssein nicht genauer beschreiben. Das hielt ihn nicht davon ab, das zu tun was er sich vorstellte. In seinen Büchern gibt er Einblicke in die für gesunde Menschen oft sonderbar erscheinenden Weltsicht, ob im Job oder aus der Sicht eines Kindes. Auch das Reisen gehört dazu. Im Buch „Der Strassensammler“ nimmt er uns auf seine Reisen rund um die Welt mit. Schon als Kind war ihm die Anreise per Auto lieber als das Urlaubsziel selbst. Die Strecke selbst ist sein Ziel. So nimmt er jetzt auch seine Reisen dazu, den Weg zu erkunden, die Straßen zu sammeln.

Was sprachlich auffällt, ist die Verwendung von Hauptwörtern, als Verben und  Steigerungsformen. Zur näheren Beschreibung oder auch Umschreibung eines anderen Zustandes einer Straße: z.B. “urlaubsautovolle Straße“ für “Stau auf der Autobahn“. Ein paar Beispiele: „horizontweite Eiswüste“ oder „sichelbuchtige, postkartenkitschige, kokospalmiger Sandstrand“, oder “kuhglockende Berge“ oder das „Stracciatella-Schneefeld“ für ein Schneefeld mit herausstehenden Steinen und Geröll. Unzählige solcher Formulierungen finden sich im Buch.
Was anfangs irritierend zu lesen ist, obwohl, es sind schöne Analogien dabei und ich hab mich schnell daran gewöhnt.

Manche Beschreibungen kommen auch seltsam bekannt vor, wahrscheinlich nicht nur mir: „.. Ich schaffe es, die stressigen Flughäfen, die ich wie die schmerzvolle Geburt einer hoffentlich tollen Fernreise empfinde, zu überleben…“ oder etwas verpasst zu haben wenn man mit dem Flugzeug anreise. Ja klar, die Strecke selbst kann im Flugzeug nicht wahrgenommen werden. Eigentlich ein Verlust…

Peter Schmidt zeigt, dass Reisen als Autist durchaus möglich ist, mit viel Vorbereitung. Er schildert von Schwierigkeiten, einen Rucksack zu packen, da ihm die Auswahl der Kleidung an seine Grenzen bringe während es einfach für ihn sei, Routen zu planen und Berge zu erwandern. Unvorhergesehenes zu begegnen erfordert eine gute Selbstreflexion um zur richtigen Zeit die passende Unterstützung seiner Mitreisenden zu erhalten, lässt aber sicher auch so manch ratlosen oder verwunderten Menschen zurück. Aber was macht das schon….

Anmerkung:
Das Buch wurde von Buchcontact.de als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.
Zu kaufen ist es als klassisches Buch (ISBN 978-3-8436-0832-9) und als E-Book (978-3-8436-0833-6)
www.patmos.de

 

 

14. November 2016
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Gesundheit im Dialog 2016

Utl. Health Literacy – Fördert unser Gesundheitsystem Gesundheitskompetenz?
Am 10 November 2016 war es wiedermal so weit. Pünktlich am Vortag des Apfels findet die alljährliche Veranstaltung in den Räumlichkeiten der Industriellenvereinigung in Wien statt.
Neben der Keynote von Fred Harms, Vize-Präsident der Europäischen Stiftung für Gesundheit, Zürich, und Leiter des Instituts für Gesundheitskommunikation und Versorgungsforschung an der Sigmund- Freud-Universität Wien waren unter anderem Gerald Bachinger, NÖ Patientenanwalt, Ulrike Rabner-Koller und Herwig Ostermann geladen um sich dem Thema anzunähern.
Sehr anschaulich statuierte Fred Harms in seiner Keynote was die Mängel der heutigen Versorgung chronisch Kranker denn so seien. Seiner Meinung nach gehe es nicht darum jeden Laborwert genau zu kennen oder auf den unzähligen Internetseiten herauszufinden, sondern darum, dass Patienten wissen wollen wie sie in den nächsten Wochen ihr Marmeladeglas aufbekommen. Es gehe um ein grundsätzliches Verständnis für die Einstellungen, Sorgen und Bedürfnisse der Erkrankten im hier und jetzt, im Alltag.
Fred Harms nahm abschließend noch zur Diskussion Stellung, die seiner Meinung nach  gar nichts mit dem gestellten Thema zu tun hätte. Leider war dann die Zeit knapp…..
Eine Zusammenfassung der Veranstalter findet sich in einer  OTS-Aussendung.
Etwas älter schon, jedoch nicht minder aktuell: Fred Harms: Gesundheit in der Krise

 

24. Oktober 2016
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Fundstücke

Auch Zufälle führen zu Messebesuchen, nämlich zum Besuch auf der Lebenslust-Messe in Wien. Denn, wer vermutet denn schon hinter diesem Titel eine geballte Ladung Aussteller zum Thema Senioren und alles drum herum? Gut, dass es Twitter gibt und so driftet ein Tweet bei mir herein, der mich neugierig machte:


Jede Menge Reise-, Gesundheits-, und Sicherheitsangebote erwarteten mich in der Halle des Messegeländes Wien Ja und die nvermeidlichen eher sonderbar anmutenden “Geschenke” gegen die Bekanntgabe der eigenen Adresse. Scheint immer noch zu funktionieren, denn am Würstelstand eines Reiseveranstalters  und auch an so manch anderem Stand war reger Betrieb…. Adressen sind also was wert, ob das die Teilnehmer auch so sehen oder ob die nur auf das Gratis-Goodie aus sind? Die Post wirds freuen, wenn wieder jede Menge Werbematerial verschickt wird 😉

Für die Gesundheit wurde ebenfalls viel angeboten. Die Aktiv-Bühne zeigte Turnübungen und jede Menge kleine Fitnessgeräte gabs an diversen Austellungsständen zu bestaunen. Nach der vielen Action beim herumgehen folgt natürlich die Labung an diversen Essständen. Oder sich massieren lassen und sich über die neuesten Wunderpflanzen mit viel Vitamin als Tee, Körperbutter, Gewürz etc. informieren. Was es nicht alles gibt… 😉 Dennoch, rundum recht informativ gestaltet, nicht zu viel Ramsch und – es war Freitag Mittag – noch nicht allzu überlaufen. Infoständer der Stadt Wien, der Polizei, Pflegeheime, Rotes Kreuz und so manch andere waren natürlich auch vertreten. Nicht zu vergessen ein paar touristische Angebote, Kleidung und der Jahreszeit entsprechend, Hüte.

Leider haben mir diverse Helferlein im Alltag doch etwas gefehlt, außer Badewannen mit Tür und Sicherheitseinrichtungen für Wohnungen war der Pflegehilfsmittelbedarf doch eher weniger vertreten, ebenso Lesehilfen. Gewundert hat mich, dass auch Ärzte einen Stand betreiben dürfen und so für ihre medizinische Leistung werben dürfen. hm.?

Und wenn das schon eine Austellerin sagt 😉

Da mich ja Twitter resp. die @Wild_Urb neugierig gemacht hat hab ich sie natürlich auf ihrem Stand besucht. Sie hat sich spontan zur Verfügung gestellt und mir noch schnell ein paar Worte zukommen lassen:

 

 

Nachschlag: Wie es sich für Wiener gehört, so bleiben Kommetare zum natülich nicht aus. @Wild_Urb hat einige davon gesammelt:

 

 

 

Anmerkung: Dieser Bericht ist nicht gesponsert.