Medtermine – Blog

21. Oktober 2016
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Digital Medtech

Wiedereinmal habe ich die Reise von Wien nach Linz gewagt. Zugegeben seit der neuen Verbindung Hauptbahnhof Wien nach Linz in nur 1h14min keine wirkliche Weltreise mehr. Das schafft man manchmal innerhalb Wiens auch..

Ziel der Reise: Das Ars Electronika Center Linz in dem der Medizintechnik Cluster Oberösterreich in Zusammearbeit mit dem IT Cluster die Veranstaltung „Digital Medtech – be inspired“ zur Zusammenkunft gerufen hatte.

Nach erfreulich kurz gestalteten einführenden Worten waren einige Vorträge am Programm.
Was ist hängen geblieben?

Medizintechnik boomt, kommt aber ohne IT nicht mehr aus, daher gibt es von allen Seiten Bestrebungen sich zu vernetzen. Branchenfremde Unternehmen drängen ebenso auf den Markt um ihr Glück im Bereich Medizin zu versuchen. Viel Glück, kann man nur sagen (ohne Wertung).

Wie aus Kundenanwendungen brauchbarer Nutzen entsteht zeigte ein Unternehmen mit 3D Druck. Eine blinde Mutter kann ja die Ultraschallbilder ihres ungeborenen nicht sehen. Der 3D Druck macht es möglich. Hier ein Artikel dazu:

Blind Mother Can “See” Her Baby’s Ultrasound Thanks to 3D Printing Technology

Zellanalysen gehören seit eh und je zur medizinische Praxis und vor allem Forschung. Und gehört so nebenbei zu den visuell auch recht ansprechenden Tätigkeiten. Wie man allerdings durch Einsatz von Algorithmen diese Zellanalysen optimieren kann, stellte ein Team des Ludwig Boltzmann Institutes für experimentelle & klinische Traumatologie in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen vor.

Und auch die Kinoindustrie schlägt in Sachen Digitalsierung der Medizintechnik zu. Im Deep Space 8K im Ars Electronika Center können seit kurzem Linzer Medizinstudenten die Basisanatomievorlesung in 3D bestaunen. Der Hintergrund: CT und MRT Bilder werden fotorealistisch dreidimensional visualisiert, der Fachbegriff dazu ist „Cinematic Rendering“.

Detail am Rande: Klaus Engel vermutete in seinem Vortrag, dass sogar die Beatles zur Entwicklung der CTs beigetragen hätten. Diese waren bei EMI unter Vertrag und der erste kommerziell erhältliche CT Scanner wurde von
Sir Godfrey Hounsfield in Hayes, Großbritannien am EMI Central Research Laboratories entwickelt und am 1. Oktober 1971 im Atkinson Morley Hospital in Wimbledon, England, aufgestellt.
Wer weiß … 😉

Quelle: Vortrag und Wikipedia:

Eine kurze Zusammenfassung mit Fotos gibt es auf der Seite des MTC

Zum Abschluss noch ein, wie ich meine recht gut getroffenes Zitat, mit der Anmerkung, dass man in Sachen IT Standardisierung (CDA; HL7 etc) vielleicht zeitlich gesehen gar nicht so schlecht unterwegs sein. So sagt Stefan Sauermann singemäß: Wir haben es noch nicht geschafft die Steckdosen der Welt zu standardisieren, und da war bisher mehr Zeit.

Ein paar Reiseeindrücke  gibts natürlich auch auf dem Medtermine-Instagram-Account

 

 

 

 

 

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17. Oktober 2016
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Gesundheitsexplosion

Seit geraumer Zeit sind auch in der österreichischen Medienlandschaft Gesundheitsinformationen an der Tagesordnung. Man hat fast den Eindruck immer und überall. Ja stimmt fast, denn es geht der Begriff „Health in all policies“ in so gut wie allen Bereichen um. Eine zugegeben sehr schwer, weil beamtisch formulierte Definition, wie es in Österreich gemeint ist findet sich auf der Website der GÖG.  Verallgemeinert gesagt, Gesundheit in der Bevölkerung kann nur nachhaltig gefördert werden, wenn es in allen politischen Bereichen gefördert wird.

Alles Gesundheit oder was?
Was zur Folge hat, dass, im Bezug auf Medien, kein Medienproduzent mehr ohne Gesundheitsschiene auskommt und neue Themensendungen sprießen. Agenturen aber auch Privatpersonen machen sich ebenfalls daran die Gunst der Stunde zu nutzen. Ob neue Dienstleistungen in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge, der x.te Blog über vegane Ernährung oder, was noch seltener zu finden ist, Patientenblogs, aber auch jeglich erdenkliche Gesundheitsmittelchen und vieles mehr wirbt um unsere Aufmerksamkeit.

Papier ist auch heute noch geduldig …
Schlägt man auch heute noch die sogenannte Regenbogenpresse auf, so stechen die vielen Gesundheitstipps ebenfalls ins Auge. Und die sind besser als alles was im Internet zu Gesundheitsthemen steht? Wohl kaum, nur haben wir oder die die so etwas lesen im Laufe der Jahrzehnte gelernt, nicht alles zu glauben, auch wenn es auf bedrucktem Papier steht. Doch Papier lässt sich oft leichter entsorgen und bleibt dann auch im Papierkorb….

Das Internet ist unendlich …
Beim Internet scheint jedoch noch ein bisschen Nachholbedarf zu sein, vor allem weil Google &Co mit oft sonderbar anmutenden Algorithmen die jeweilige Suchanfrage nach qualifizierter Information durchaus erschweren können. Selbst schon erlebt, denn Recherchen zu z.B. Trendthemen wie Zölliakie oder Impfungen sind aufwendiger und erfordern viel mehr Zeit den ganzen Mist, den Google so anschleppt, auszusortieren. Die vielbeschworene Gesundheitskompetenz scheint digital wohl noch nicht weit verbreitet zu sein.

Quantität vor Qualität?
Der Eindruck entsteht bisweilen, denn woher sollen denn die vielen Artikel, Sendungen etc. stammen, wenn nicht auf dem Fließband produziert. Und wer jemals journalistisch gearbeitet hat, weiß: Recherche braucht Zeit und vor allem auch geschulte Menschen, die sich in einem Fachgebiet auskennen und nicht über alle Themen einfach so schreiben oder Filme produzieren. Dazu ist meiner Meinung nach der Bereich Gesundheit viel zu groß. Niemand kann hier in allen Bereichen nichtmal annähernd Grundlagenwissen besitzen um Fehler zu vermeiden. Und nicht wieder jammern, der Druck sei zu hoch. Für qualitativ hochwertigen Journalismus ist immer Platz und, ja, auch die eigene Arbeitsorganisation hilft ungemein dabei! Und vor allem: Spezialisieren! Was allerdings nicht immer auch von potentiellen Auftraggebern gutiert wird. „Was Sie schreiben nur über diese Themen?, das ist doch egal, das ist doch alles Gesundheit“, habe ich schon gehört. Nein zu sagen ist hier auch ein Qualitätskriterium.

Gesundheitsblogger
Meist sind sie Privatpersonen mit mehr oder weniger journalistischem Hintergrund. Muss ja auch nicht sein.
Hier erlaube ich mir zwei pdfs reinzustellen, die ich für die ÖKZ zu diesem Thema geschrieben habe. Welche Motivationen gibt es ein Blog zu schreiben, wie finanziert man es usw und vor allem wieso sind so wenige Blogger miteinander vernetzt? Gehts nur mehr um Selbstdarstellung und Verkauf im Internet und nicht ums Netzwerken? Durchaus ein Thema für das Mediencamp…

Hier gehts zu den pdfs:
Teil 1 Gut gebloggt, Löwe
Teil 2 Gelesen und vernetzt?

 

Ein Beitrag zum Mediencamp Vienna #mcvie

 

 

Über mich:

Dr. Michaela Endemann

Biologin, Bloggerin – medtermine.at, strategische Kommunikationsbegleiterin – wissit.at, Journalistin für E-Health & Medtech für die ÖKZ (Schaffler Verlag) und Ö1 Radiodoktor

14. Oktober 2016
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Irrläufe

Eigentlich wäre der Augentag eine perfekte Ergänzung zu meinem Radiobeitrag wie Sehbehinderte und Blinde Tablets und Smartphone nutzen gewesen. Doch manchmal passts nicht.
Der Wiener Augentag im Rathaus hat sich vor mir versteckt. Eigentlich ist der Weg in die Festhalle recht einfach, doch nicht wenn der Eingang grad umgebaut wird und auch im Hof lauter Baustellen sind. Das einsame Schild führte leider zu einem Stiegenhaus. 3 St ockwerke Büros und sonst nichts. Außer “da müssen Sie wieder runtergehen“ war keine wirkliche Auskunft zu bekommen. Und ok, nach fast einer halben Stunde suchen hab ich dann auch keine Lust mehr gehabt noch andere Leute zu fragen. Entweder gleich oder gar nicht. Schade eigentlich. Viellleicht hatten andere mehr Glück…

augentag1augentag2

Den Organisatoren würde ich jedenfalls schon empfehlen, die Veranstaltung vor Ort besser anzuschreiben und auch zu kontrollieren was mit den Schildern so im Laufe des Tages passiert. Dort wo ich es gesehen habe, gehört es definitiv nicht hin…

 

 

23. September 2016
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Pflege im Gespräch

Die Elisabethinischen Krankenhäuser veranstalteten heuer zum ersten Mal einen gemeinsames Symposium zum Thema Pflege. Am 22.September war es soweit und sehr löblich gibt es einen ausführlichen Nachbericht – mal vom ersten Kongresstag auf deren Website.

Themen ware u.a. Management, Führungsaufgaben wie Motivation und auch IT in der Pflege.

 

 

 

15. September 2016
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Reisekleinigkeiten

Herbstzeit ist Kongressreisezeit. Viele Orte in wenig Zeit, kaum Zeit sich umzusehen und eine rasche Anfahrt wär da auch noch schön, meist mit dem Flieger. Wären da nicht die mehr als lästigen Handgepäckskontrollen am Flughafen. Die neuen Bestimmungen machen es Reisenden noch immer schwer und Gratisplastiksackerln mit Verschluss gibts nicht überall. Selbst abgefüllte Kosmetika werden gnadenlos weggeworfen, wenn man kontrolliert wird. Endlosdiskussionen von Fluggästen machen dann das Prozedere auch nicht besser. Und nicht immer gibts die Lieblingsprodukte in kleinen Reiseverpackungen.

Deshalb habe ich schon seit langem auf feste Produkte umgestellt. Seifen etwa, immer in kleinen Originalverpackungen, die ich nicht extra vorzeigen muss. Mittlerweile findet wohl jeder nach seinem Geschmack etwas dabei und schon ist eine Packung mit flüssigem Inhalt nicht mehr notwendig. Doch da geht noch mehr. Haarseifen, etwa, oder Deopuder, ja sogar Zahnpastatabs gibt es mittlweile in Kleinmengen zu kaufen. Mittlerweile hat sich bei mir ganz wie von selbst über die Jahre ein Sammelsurium zusammengefunden, das auch gut Platz im ohnehin schon limitierten Handgepäck findet.
Natürlich kommt es darauf an, wie lange man unterwegs ist, aber für 2-3 Kongresstage reicht mir mittlerweile eine winzig kleine Kosmetiktasche.

Das sind meine Basics für ein paar Tage:

Eine Aludose beherbergt ein kleines Stück Seife und ein kleines Stück Haarseife. Es lohnt sich übrigens die schon klein gewordenen Stücke von zu Hause einfach für die Reise zu sammeln. So hat man immer einige Lieblingsstücke parat und schleppt nicht unötig große Stücke mit sich herum.
Puderdeo ist sowieso klein, das darf auch mit. Noch eine aufklappbare Haarbürste und Pudermakeup.Wimperntusche kann man vermeiden – einfach Wimpern vorm Kongress färben lassen und gut ist. Lippenstift oder Lipbalm sowie Make-up kommt halt ins Plastiksackerl in die Handtasche.
Noch ein Tipp: Für 2-3 Tag kann man die Zahnpastatabs auch abgezählt in eine kleine Pillendose umfüllen (aber dann nicht als Medikament verwechseln 😉 )

So gehts also zum Flughafen, kein Stress und vor allem mit wenig unötigem Gepäck.
kongressreisen
In diesem Sinne gehts nun in den Kongressherbst!

Viele spannende Kongresse gibts wieder, also ruhig mal reinschauen in den Kalender, auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Info: Einige Produkte wurden von Lush Austria zur Verfügung gestellt.