Medtermine

6. Juli 2020
von Michi
Kommentare deaktiviert für Fitnesstracking

Fitnesstracking

Seit zwei Wochen besitze ich so ein Fitnesstrackingarmband. Coronabedingt hab ich mir eigengebildet, es sei vielleicht nötig, mal genauer hinzuschauen. Schritte pro Tag, Puls, Schlaf, Stress, Training, „Body Battery“ etc. zeichnet dieses Gerät auf, die Handyapp wertet aus und zeigt die Ergebnisse an.

Ein bissl pro und contra:

Pro:

  • Die Aufzeichnung der Schritte ergibt ca. 20% mehr als am Handy. Klar, das liegt in der Wohnung ja rum, das nehm ich ja nicht immer mit.
  • Puls:  ist auch recht genau (Gegengemessen mit Blutdruckmessgerät) und der Verlauf ist schon mal interessant anzuschauen.
  • Schlaf: Es wird mir immer ein Rätsel bleiben wie ein Armband erkennen kann ob ich z.b. im REM Schlaf bin. Ok, es gibt dazu einige Erklärungen im Internet. Aber gut, ist ebenfalls interessant im Verlauf einiger Wochen zu sehen, dass es meinen subjektiven Eindruck durchaus bestätigt.
  • O2Oximetrie: funktionert, anders als so manche Produktbewertungen erwarten liesen
  • Es ist interessanterweise recht genau, was darauf hindeutet, dass die Sensoren schon sehr gut arbeiten und auch schon recht günstig in Massenprodukten eingesetzt werden können. Preislich lag das Armband im Mittelfeld.

Contra:

  • Die Berechnung der einzelnen Werte sind mir bis auf Puls und Schritte eigentlich nicht geheuer. Was soll  „Body Battery“ und was soll „Stress“. Laut den Anzeigen hab ich außer im Schlaf immer Stress? Sonderbar, auch wenn ich ein Buch lese oder am Sonntag im Liegestuhl den Wolken zuschaue ist das Stress, nun  ja..  Ebenso die Bodybatterie, die sich im Schlaf auflädt, ok das ich ausgeschlafen bin, merke ich auch so.
  • Das Armband: Es ist recht schmal, aus Plastik und es stört beim arbeiten am Laptop. Anmerkung: Ich trage deshalb auch keine Uhr.
  • Das Armband vermerkt Motorradfahren als Fahrradfahren.. ( 😉 es kennt mich also wirklich  nicht). Allerdings: es wertet „Fahren“ nicht als „Schritte“ das ist schon mal was.
  • Blauzahnverbindung: Dank dieser Technologie muss ich jetzt das Handy öfter aufladen.
  • Die Vibrationen am Handgelenk bei Mitteilungen wie „geh jetzt wieder ein paar Schritte“ oder andere Benachrichtigungen nerven gewaltig.
  • Motivierend? Nein! Was vielleicht bei den Schritten als Motivation gedacht ist, führt bei mir eher dazu, dass ich genervt bin und das Armband runtergeb und es gar nicht beachte. Zu mehr Schritten pro Tag hat es daher nicht geführt. Zudem wird das Soll der Schritte nach unten korrigiert wenn man einen Tag sein Soll nicht erfüllt. Ausgeklügelt ist das nicht.
  • Belohnung für erfülltes Tagessoll: Ein grünes Hakerl. Ok soll sein, ist mir das egal. Es wäre auch egal wenns dafür Punkte oder anderes gäbe. Ich reihe mich in die Sorte Mensch ein, der Gamification sowas von wurscht ist.

Fazit:

Es ist interessant mal zu sehen was so ein Fitnesstracker alles aufzeichnet und mal die Verläufe zu sehen. Mehr aber auch nicht. Der Störfaktor beim Arbeiten und der Störfaktor Vibration überwiegt für mich, es wieder runterzutun. Damit ist meine Testphase vorerst abgeschlossen. Ich werde meinen sicher stressfreien Urlaub ohne Armband verbringen, denn das hätte mir sicher einreden wollen, ich hätte im Urlaub Stress… und ich werde weiterhin meinen eingebauten Sensoren mehr vertrauen als irgendeinem technischen Spielzeug, aber vielleicht ist vielen der eigene Sensor abhanden gekommen, und sie brauchen so eine technische Erweiterung, kann ja sein ;-), aber das ist eine andere Diskussion.

Hier auch gleich die Ankündigung: Ich werden die zwei Urlaubswochen auch weitgehend onlinefrei halten.

 

 

 

 

 

Katzen im Homeoffice

28. April 2020
von Michi
Kommentare deaktiviert für Corona, Homeoffice und „social“ distancing

Corona, Homeoffice und „social“ distancing

Keine Zeit fürs bloggen – das waren einige Wochen Homeoffice. Medtermine geht weiter, online. Im Homeoffice war ich vorher auch schon und mein Coworkingcafe Cocoquadrat hat kurzerhand das monatliche Cocofrühstück auf ein Onlinemeeting umgestellt. Interessantes Detail dort: Ca 2/3 der EPUs dort, wir waren 24!, waren der Meinung die Krise bietet auch jede Menge Chancen und  neue Freiräume würden manche gerne auch nach der Krise rüberretten. Die Langsamkeit war ebenfalls ein Punkt, der positiv wahrgenommen wurde. Sogar meine Social Media Coachings sind via Onlinemeetingräume und Bildschirmfreigaben manchmal bequemer abhaltbar. Kein Beamer nötig, kein verdrehen und unbequem am Tisch sitzen und vorzeigen am Laptop. Das Homeoffice lief mit drei Katzen und Partner ruhig, auch die Internetverbindung hielt. Ok, priviligiert mit zwei Räumen und Balkon ist das auch auszuhalten.Telkos mit mehreren Leuten ist allerdings um einiges anstrengender als ein Videochat, die Zuordnung wer grad redet oder ausreden lassen ist anstrengend. Eltern mit Lebensmitteln versorgen und neue Dinge, wie dem Obst+Gemüse drive-In am Großmarkt Wien einen Besuch abstatten, waren ebenso am Plan, genauso wie ein ungeplanter Zahnarztbesuch… :-/. Fazit: Zähne halten sich schon mal nicht an Krisenzeiten.

Social Distancing

Und die Sache mit dem „Social Distancing“ – von wegen. Es geht ja darum physischen Abstand zu halten. Das ist nicht unbedingt sozialer Abstand. Auch mit 1m Abstand kann man miteinander reden. Gespräche am Gang führen (ob Bassenagespräche wieder modern werden?), übers Fenster auf der Straße, Balkon etc. Ich hatte, mal abgesehen von Veranstaltungen, zumindest gleich viele wenn nicht mehr Kontakte zu Personen, sei es beruflich, sei es privat, weil man sich einfach mal wieder eine sms etc. geschickt hat und gefragt hat wie es denn geht.

Ich kann nur mutmaßen, woher dieser Begriff des „social“ Distancing stammt. Vielleicht von „digital Visitors“ (den Begriff hatte Peter Kruse,  in seinem Youtube Vortrag  geprägt), also Menschen, die das Internet nur besuchen, aber nicht damit leben? Denn „digital Residents“ machen kaum Unterschiede zwischen einem Real-Life Kontakt und einem digitalen Kontakt.
Wer schon vor Corona soziale Kontakte via Internet gepflegt hat, findet möglicherweise auch den jetztigen Ausnahmezustand nicht wirklich als soziale Isolation. Und so mehren sich auch diverse Posts auf Twitter und Co über das eigentlich falsche Wording. Da ist z.B. zu lesen:  „Social distancing shouldn’t stop us from socialising“. oder auch „Why ‚physical distancing‘ is better than ’social distancing‘“, oder auch „is it social distancing or physical distancing? People all over the world are very much social with all the social media platforms, but are physically distant“.

Wo ist dieses „Fad“?

Dennoch ist scheinbar in der Spaßgesellschaft der Wert des persönlichen Kontakts ein sehr hoher, auch wenn digitale Kontakte vorhanden sind. Anders ist es für mich nicht erklärbar, warum Leute  meinen, es sei fad? Die Decke fällt auf den Kopf nur weil man mal ein Monat nicht in ein Lokal gehen kann, ins Theater, ins Kino? Dies und noch viel mehr, wie was denn die „neue Normalität“ denn sein soll, muss weiter diskutiert werden……. aber ein anderes Mal.

 

 

 

 

 

20. Januar 2020
von Michi
Kommentare deaktiviert für Krafttraining

Krafttraining

Vielfach unterschätzt ist des Krafttraining allemal, das Image von im Fitnesscenter strotzenden Muskelbergen mit demensprechenden sozialen Fähigkeiten hält sich hartnäckig. Nun, diese Gattung von Mensch ist wohl auch immer noch häufig anzutreffen und für Frauen oft auch schwer aushaltbar. Da schätze ich schon die Möglichkeiten einer Kette, die in jedem Studio eigene Damenbereiche anbietet. Auch kleine Studios am Land sind, zumindest untertags, recht gut gemischt und gemütlich.

Das neue SVA Aktiv-Camp „Krafttraining“ (Werbung, unbezahlt) mit dem Angebot aus Theorie und Praxis kam mir da gerade recht. Bisschen Praxis hab ich ja, Theorie dazu eigentlich nicht.

Weiterlesen →

7. November 2019
von Michi
Kommentare deaktiviert für Biosimilars in Österreich: Chance genutzt oder vertan?

Biosimilars in Österreich: Chance genutzt oder vertan?

Zum zweiten Mal trafen sich die Mitglieder des Biosimilarverbands Österreichs und Interessierte Mitte Oktober in Wien, um aktuelle Themen rund um Biosimilars zu diskutieren.

Die Besucher wurden nicht nur über übliche Hinweisschilder zur MuMoK Lounge geleitet, sondern auch gleich mit Fakten zu Biosimilars versorgt. Ein gelungenes Detail!

Schon gewusst? Fakten zu Biosimilars

Einen guten Einstieg brachte die Präsidentin des Verbandes Sabine Möritz-Kaisergruber, Astropharma, mit einem Quiz über die Fakten. So erfuhren die Gäste z.B., dassdie Entwicklung eines Biosimilars zwischen 100 und 200 Mio Euro kostet, oder dass die Jahrestherapiekosten (KP) eines der ersten Biologikums rund 15.000 Euro gekostet hat, mit Einführung der Biosimilars nur mehr 5.000 Euro.

 

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

#bivoe Diskussion #biosimilars #pharma

Ein Beitrag geteilt von Medtermine On Tour (@medtermine) am

Mathias Flume von der kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Johann Hitzelhammer, ärztlicher Leiter des Gesundheitszentrum Mariahilferstrasse, Wiener Gebietskrankenkasse und Clemens Dejaco, Stv. Abteilungsleiter Universitätsklinik für Innere Medizin III Klinische Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie, MUW diskutierten im Anschluss über Unterschiede im Gesundheitssystem Deutschland und Österreich auf den aktuellen Einsatz der Biosimilars und was man voneinander lernen könnte.

Die ersten Biosimilars wurden 2006 von der EMA zugelassen und sind seitdem auch in Österreich erhältlich. Europa hat hier eine Vorreiterrolle gegenüber den USA, wo erst 2015 das erste Biosimilar zugelassen wurde.

2013 gab es eine bedeutende Welle an Biosimilarszulassungen, z.B. für Medikamente für den Bereich Autoimmunerkrankungen und Onkologie. 2017 wurde die Biosimilarspreisregel in Österreich in Kraft gesetzt und es folgten weitere Markteinführungen in Österreich.

„Insgesamt hat die Verwendung von Biosimilars dem österreichischen Gesundheitssystem in den letzten zehn Jahren rund 200 mio Euro eingespart“, so Möritz-Kaisergruber. „Für die kommenden fünf Jahre hat IQVIA  Einsparungen von weiteren 500 mio Euro errechnet, sofern Biosimilars auch in den Erstattungskodex kommen, verordnet und verwendet werden“. Dieses Geld könne in neuere, teurere Therapien gesteckt werden, oder bestimmte teure Behandlungen früher angefangen werden und damit mehreren Patienten zu Gute kommen, so Möritz-Kaisergruber.

Lediglich 23 Prozent des Biosimilars-fähigen Marktes werde derzeit in Österreich ausgeschöpft. Und eines fällt auf: Während im Spital der Biosimilarsanteil bei über 90 Prozent liegt, ist der Marktanteil im niedergelassenen Bereich oft nur einstellig.

 

 

Informationsbedarf über Biosimilars bei Ärzten nach wie vor gegeben

„Die Information über Biosimilars als sichere und günstigere Alternative zu teuren Originalpräparaten fließt im Spital schneller als im örtlich verteilten niedergelassenen Bereich“, so Möritz-Kaisergruber. So sei noch viel Informationsleistung nötig, um das Wissen über Biosimilars der Ärzteschaft näher zu bringen. Das Thema Informationsweitergabe an Ärzte vor allem an Niedergelassene wurde beim Buffet noch ausgiebig diskutiert.

 

 

** Eine Nachlese in Kooperation mit dem Biosimilarsverband Österreich **

Ein Kurzvideo und die Forderungen des Biosimilarsverband Östereich gibt es auf der Website des Biosimilarsverbands Österreich

 

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen-> Datenschutz

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen