Medtermine

Katzen im Homeoffice

Corona, Homeoffice und „social“ distancing

Keine Zeit fürs bloggen – das waren einige Wochen Homeoffice. Medtermine geht weiter, online. Im Homeoffice war ich vorher auch schon und mein Coworkingcafe Cocoquadrat hat kurzerhand das monatliche Cocofrühstück auf ein Onlinemeeting umgestellt. Interessantes Detail dort: Ca 2/3 der EPUs dort, wir waren 24!, waren der Meinung die Krise bietet auch jede Menge Chancen und  neue Freiräume würden manche gerne auch nach der Krise rüberretten. Die Langsamkeit war ebenfalls ein Punkt, der positiv wahrgenommen wurde. Sogar meine Social Media Coachings sind via Onlinemeetingräume und Bildschirmfreigaben manchmal bequemer abhaltbar. Kein Beamer nötig, kein verdrehen und unbequem am Tisch sitzen und vorzeigen am Laptop. Das Homeoffice lief mit drei Katzen und Partner ruhig, auch die Internetverbindung hielt. Ok, priviligiert mit zwei Räumen und Balkon ist das auch auszuhalten.Telkos mit mehreren Leuten ist allerdings um einiges anstrengender als ein Videochat, die Zuordnung wer grad redet oder ausreden lassen ist anstrengend. Eltern mit Lebensmitteln versorgen und neue Dinge, wie dem Obst+Gemüse drive-In am Großmarkt Wien einen Besuch abstatten, waren ebenso am Plan, genauso wie ein ungeplanter Zahnarztbesuch… :-/. Fazit: Zähne halten sich schon mal nicht an Krisenzeiten.

Social Distancing

Und die Sache mit dem „Social Distancing“ – von wegen. Es geht ja darum physischen Abstand zu halten. Das ist nicht unbedingt sozialer Abstand. Auch mit 1m Abstand kann man miteinander reden. Gespräche am Gang führen (ob Bassenagespräche wieder modern werden?), übers Fenster auf der Straße, Balkon etc. Ich hatte, mal abgesehen von Veranstaltungen, zumindest gleich viele wenn nicht mehr Kontakte zu Personen, sei es beruflich, sei es privat, weil man sich einfach mal wieder eine sms etc. geschickt hat und gefragt hat wie es denn geht.

Ich kann nur mutmaßen, woher dieser Begriff des „social“ Distancing stammt. Vielleicht von „digital Visitors“ (den Begriff hatte Peter Kruse,  in seinem Youtube Vortrag  geprägt), also Menschen, die das Internet nur besuchen, aber nicht damit leben? Denn „digital Residents“ machen kaum Unterschiede zwischen einem Real-Life Kontakt und einem digitalen Kontakt.
Wer schon vor Corona soziale Kontakte via Internet gepflegt hat, findet möglicherweise auch den jetztigen Ausnahmezustand nicht wirklich als soziale Isolation. Und so mehren sich auch diverse Posts auf Twitter und Co über das eigentlich falsche Wording. Da ist z.B. zu lesen:  „Social distancing shouldn’t stop us from socialising“. oder auch „Why ‚physical distancing‘ is better than ’social distancing‘“, oder auch „is it social distancing or physical distancing? People all over the world are very much social with all the social media platforms, but are physically distant“.

Wo ist dieses „Fad“?

Dennoch ist scheinbar in der Spaßgesellschaft der Wert des persönlichen Kontakts ein sehr hoher, auch wenn digitale Kontakte vorhanden sind. Anders ist es für mich nicht erklärbar, warum Leute  meinen, es sei fad? Die Decke fällt auf den Kopf nur weil man mal ein Monat nicht in ein Lokal gehen kann, ins Theater, ins Kino? Dies und noch viel mehr, wie was denn die „neue Normalität“ denn sein soll, muss weiter diskutiert werden……. aber ein anderes Mal.

 

 

 

 

 

Kommentare sind geschlossen.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen-> Datenschutz

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen