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Madrid, November 2010 – Social Media in Healthcare and WellnessMadrid, November 2010 – Social Media in Healthcare and Wellness

18. November, noch herbstliche Temperaturen, Madrid.

Madrid

Gerne habe ich die Einladung von Angel Gonzales, Ideagoras, angenommen um einen Tag über „Social Media in Healthcare and Wellness“ aus spanischer Sicht zu erfahren. Perfekt organisiert, inklusive einer Simultanübersetzung auf Englisch, der sogar Nativspeaker Respekt zollten.

Das Programm spannte eine Bogen über die Onlinewelt der Spanier, wir erfuhren was spanische Ärzte online machen und warum und welche Erfahrungen sie dabei gemacht haben bis hin zur Sicht der Pharmaindustrie und Google Spanien. Das Publikum war großteils aus Madrid, aber auch international (man kannte sich bereits aus den vielen #hcsmeu-Chats auf Twitter).

Spanier sind zu 80 Prozent Online, 90 Prozent davon sogar jeden Tag, erfuhren wir. Wen wundert es wenn davon wieder ca zu 80 Prozent nach Gesundheitsinformationen gesucht wird und die Infos nur so aus dem Boden/aus den Bits sprießen und ungefähr ein Viertel des spanischen Webcontents gesundheitsbezogen ist.

Die Kehrseite:

Spanien hat einen relativ freien Umgang mit Antibiotika und daher auch eine der höchsten Resistenzraten in Europa. Neue Services im Internet listen alle Apotheken auf, die Antibiotika ohne Rezept verkaufen. Man ist sich allerdings bewusst,hier ist es später als man denkt, hier müssen auch Aufklärungskampagnen her. Da ist man sehr kreativ. Facebookseiten werden zu Kampagnen umfunktioniert, dem User statt Oneway Kampagnen gleich dialogorientierte Plattformen anbieten und davon lernen. Ortiz dazu: „We learned a lot more from criticism than back-patting and praise“ und ein Aufruf, den man nur unterstützen kann:

Stop Advertising – Start Socialising

Zwei Ärzte erzählten aus ihrem digitalen und realen Leben. Durchaus offen, wo sonst haben sie auch die Gelegenheit sich auszutauschen. Im RL (real life) ist wohl meist gar keine Zeit dazu. Auch spanische Ärzte haben wenig Zeit neben dem Beruf. Doch beiden gemeinsam war, dass sie Online und Offline verbinden können, zum Nutzen ihrer Patienten. Und es funktioniert. Beide Ärzte führen einen Blog, jeder ein bisschen anders. Sieht man genauer hin, so entdeckt man hier bei einem sogar seine Öffnungszeiten auf einem blogtypischen Kalender. Sehr nettes Beispiel und wohl die rascheste Form zeitnah auch unvorhergesehene Änderungen mitzuteilen. Julio Mayol, einer der Ärzte sprach es deutlich aus: „Ärzte haben eine soziale Verantwortung mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu kommunizieren – auch übers Web„. – „Healing starts with communication„.

In Richtung Pharma ging dieser Appell: Hört auf uns mit Werbung zu bombardieren.

Hindernisse und Ängste wurden ebenfalls angesprochen, Kontrollverlust, Imageverlust, Fehlerkultur (wobei hier Spanier toleranter erscheinen als Österreicher…)

Ein tweetzitat dazu: @camiloErazol – one barrier of innovation – the doctor continous to the center of information–change to the center is the user

Angesprochen wurde auch das Thema Bewertungen – dazu auch ein Tweet: @andrewspong Can a doctor be rated for their empathy, communication skills, patient understanding etc. ? #ideagoras -1:37 PM Nov 18th, 2010

Insgesamt erwarten Patienten Antworten und wollen Dinge verstehen. Dazu ist das Internet wohl auch gut geeignet. Und ein Vergleich war wohl sehr zutreffend: Manche gedruckten Informationen über Gesundheit zb in der „YellowPress“/Regenbogenpresse ist schlimmer als alles was man im Internet dazu findet.

Mein Fazit: Ein gelungener Tag mit vielen neuen Eindrücken und Kontakten.

Slides zu einigen Vorträgen gibt es hier

 

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