{"id":145,"date":"2011-12-14T10:28:31","date_gmt":"2011-12-14T09:28:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.medtermine.at\/blog\/?p=145"},"modified":"2011-12-14T10:28:31","modified_gmt":"2011-12-14T09:28:31","slug":"gesundheit-im-dialog-zersplitterte-kompetenzen-spitalslastigkeit-und-ineffizienzen-reformpotentiale-an-den-schnittstellen-des-osterreichischen-gesundheitssystems","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medtermine.at\/mt\/2011\/12\/14\/gesundheit-im-dialog-zersplitterte-kompetenzen-spitalslastigkeit-und-ineffizienzen-reformpotentiale-an-den-schnittstellen-des-osterreichischen-gesundheitssystems\/","title":{"rendered":"Gesundheit im Dialog &#8211; Zersplitterte Kompetenzen, Spitalslastigkeit und Ineffizienzen \u2013 Reformpotentiale an den Schnittstellen des \u00f6sterreichischen Gesundheitssystems"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><img decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"Gesundheit im Dialog\/BayerAustria-IV 2011  (Fotocredits: Bayer Austria)\" src=\"http:\/\/www.bayerhealthcare.at\/html\/gesundheit-im-dialog2011\/bilder\/04.jpg\" alt=\"Gesundheit im Dialog\/BayerAustria-IV 2011 (Fotocredits: Bayer Austria)\" width=\"150\" \/>\u00a0(Fotocredits: Bayer Austria)<\/p>\n<p>In guter langj\u00e4hriger Tradition fand zum vierten Mal <strong>&#8222;Gesundheit im Dialog &#8222;<\/strong> statt.<\/p>\n<p>Eingeladen wurden:<\/p>\n<p>Prof. Dr. Andreas W\u00f6rg\u00f6tter (OECD)<br \/>\nGesundheitsminister Alois St\u00f6ger<br \/>\nWiener Stadtr\u00e4tin f\u00fcr Gesundheit und Soziales Maga Sonja Wehsely<br \/>\nMag. Peter McDonald, Stellvertretender Vorsitzender der Tr\u00e4gerkonferenz im Hauptverband der \u00f6sterreichischen Sozialversicherung<br \/>\nDr. Johannes Steinhart, Vizepr\u00e4sident der Wiener \u00c4rztekammer<br \/>\nThomas Salzer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter der Salzer Gruppe.<\/p>\n<p>Organisation: Bayer Austria Ges.m.b.H. und Industriellenvereinigung (IV) , Einleitende Worte von Mag. Christoph Neumayer, Generalsekret\u00e4r der Industriellenvereinigung und Dr. Martin Hagenlocher, Bayer Austria Ges.m.b.H.<\/p>\n<p>Moderation. Martina Salomon, Kurier<\/p>\n<p><!--:--><!--more--><!--:de--><\/p>\n<p><strong>Prof. W\u00f6rg\u00f6tter <\/strong>referierte in seiner<strong> Keynote \u00fcber das \u00f6sterreichische Gesundheitsystem, wie es sich aus Sicht der OECD darstellt<\/strong>.\u00a0Er stellte die gute Qualit\u00e4t nicht in Abrede, jedoch sei das derzeitge System teuer.<br \/>\nReformen w\u00fcrden \u00fcberall durch leere Kassen getriggert, so auch in \u00d6sterreich. Wobei \u00d6sterreich dennoch anders sei als andere europ\u00e4ische L\u00e4nder. Die Steuerung und Finanzierung sei fragmentiert, viele Leistungen nur station\u00e4r organisiert und Markt und Wettbewerb habe enge Grenzen. Weiters sei das Gesundheitsystem angebotszentriert.<br \/>\n<strong><br \/>\n<!--:--><!--more--><!--:de-->Der internationale Vergleich (OECD-Studienergebnisse)<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Der Zusammennhang der Gesundheitsausgaben und der Lebenserwartung ist positiv korreliert, es gibt gro\u00dfe Unterschiede zwischen den L\u00e4ndern &#8211; Hier liegt \u00d6sterreich im Mittelfeld.<\/li>\n<li>In \u00d6sterreich gibt es kein Gatekeeping, Priorit\u00e4tensetzung ist nicht vorhanden (Bsp Spital &#8211; in \u00d6sterrich kann jeder ins Spital, in anderen L\u00e4ndern wird abgewogen ob Behandlung durch einen niedergelassenen Arzt m\u00f6glich\/sinnvoll ist) daraus resultiert das \u00d6sterreich Spitzenreiter im station\u00e4re Behandlungsvolumen ist.<\/li>\n<li>Im Mittelfeld ist die Finanzierungstruktur, die sehr fragmentiert ist jedoch auch zentral durch die SV gesteuert (&#8222;Spitalsbetten f\u00fcllen ist \u00b4gut f\u00fcr die Kassen&#8220;)<\/li>\n<li>Die Gesundheitsausgaben sind stark gewachsen<\/li>\n<li>Die Gesundheitskosten verhalten sich prozyklisch zur Konjunktur<\/li>\n<li>Die Gesundheitsversorgung ist sehr intensiv- es gibt keine Abstufung wer was genau braucht (Bsp. Spitalsbett immer gleich ausgestattet)<\/li>\n<li>Eine Hochrechnung hat ergeben dass sich bei derzeitiger Struktur die Kosten bis 2040 verdoppeln w\u00fcrden.<\/li>\n<li>In \u00d6sterreich hat kostenineffizient Prinzip<\/li>\n<li>Das Bildungsniveau ist f\u00fcr die Vorsorge ausschlaggebend<\/li>\n<li>Die Vorsorge m\u00fcsste au\u00dferhalb eines politischen Rahmens intensiviert werden<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Zum Ende des Referates fasste W\u00f6rg\u00f6tter die OECD Empfehlungen zusammen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Einf\u00fchrung von leistungsbezogenen Verg\u00fctungsmechanismen zur Steigerung der Produktivit\u00e4t:<\/li>\n<li>(dh die erbrachten Leistungen m\u00fcssen den Ausgaben zuordenbar sein und Leistungserbringer m\u00fcssen \u00fcber Kosten informiert sein)<\/li>\n<li>Erstellung eines Landesweiten Kapazit\u00e4tenplans f\u00fcr \u00f6ffentlich finanzierte station\u00e4re und ambulante Gesundheitseinrichtungen<\/li>\n<li>Zahlungsmodalit\u00e4ten ergebnisorientiert::wenn z.B. Behandelter wieder arbeitsf\u00e4hig ist soll das auch belohnt werden<\/li>\n<li>Integrierte Versorgungsmodelle f\u00f6rdern, die eine bessere Abstimmung von pr\u00e4ventiven, ambulanten, station\u00e4ren, rehabilitativen Gesundheitsleistungen und der Langzeitpflege zulassen<\/li>\n<li>Betonung der Bedeutung von gesunder Lebensweise<\/li>\n<li>Bessere Kommunikation mittelfristiger finanzpolitischer Perspektiven<\/li>\n<li>(red.) Erg\u00e4nzung aus dem OECD-Bericht: &#8211;\u00a0Definition von nationalen Gesundheits- und Qualit\u00e4tszielen<\/li>\n<\/ul>\n<p>In der anschlie\u00dfenden <strong>Podiumsdiskussion <\/strong>stellte die Moderatorin folgende Fragen, die meist nur mit kurz\u00e9n Statements mehr oder weniger beantwortet wurden:<br \/>\nSteht ein Arbeitskampf im AKH bevor?<br \/>\nWie sieht es mit Nachbehandlungen aus?<br \/>\nGibt es eine Infrastruktur f\u00fcr entlassene Patienten?<br \/>\nLebt die Wiener Schule nur noch von ihrem Ruf?<br \/>\nBedarf es eines zentralen Steuerers, wie ist das mit Transparanz?<br \/>\nGibt es zu viele Player?<br \/>\nLeistungsplanung?<br \/>\nVorsorge?<br \/>\nSchaden durch industrielle Nahrungsmittel?<br \/>\nManagecare?, gedeckelte Ausgaben?, Selbstbehalte?<br \/>\nWarum ist ELGA heute noch gar nicht erw\u00e4hnt worden?<br \/>\nPublikumsfrage zum Thema Hausarzt \/ Gruppenpraxen und zeitliche Verf\u00fcgung von \u00c4rzten<br \/>\nPublikumsfrage zu Pflegegeldsystem<\/p>\n<p><strong>Mein Kommentar:<\/strong><br \/>\nEine wie immer gelungene Keynote die es diesmal inhaltlich sehr auf den Punkt bringt. Die vielf\u00e4ltigen Fragen, die in der Podiumsdiskussion gestellt wurden, sprengte bei Weitem den Zeitrahmen. Statements und Tiefe der Antworten waren sehr kurz gehalten und bezogen eher nur Allgemeinpl\u00e4tze, meist schon bekannter Art.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>LINKS<\/p>\n<p><a title=\"OTS Gesundheit im Dialog\" href=\"http:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20111111_OTS0188\/gesundheit-im-dialog-im-haus-der-industrie\">OTS-Presseaussendung zur Veranstaltung (Stellungnahmen der Diskutanten)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bayerhealthcare.at\/de\/presse\/gesundheit-im-dialog-2011.php\">Bayer HealthCare Austria<\/a><\/p>\n<p><a title=\"W\u00f6rg\u00f6tter OECD HC Austria \" href=\"http:\/\/www.bayerhealthcare.at\/html\/gesundheit-im-dialog2011\/gesundheit-im-dialog-woergoetter.pdf\">Pr\u00e4sentation W\u00f6rg\u00f6tter<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.austria.gv.at\/DocView.axd?CobId=44266\">OECD L\u00e4nderbericht<\/a>\u00a0(DE)<\/p>\n<p><a title=\"oecd country report austria\" href=\"http:\/\/www.oecd.org\/dataoecd\/53\/47\/48306099.pdf\">OECD L\u00e4nderbericht (EN)<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0(Fotocredits: Bayer Austria) In guter langj\u00e4hriger Tradition fand zum vierten Mal &#8222;Gesundheit im Dialog &#8222; statt. 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