{"id":2064,"date":"2020-11-06T09:42:18","date_gmt":"2020-11-06T08:42:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.medtermine.at\/blog\/?p=2064"},"modified":"2021-04-23T14:52:01","modified_gmt":"2021-04-23T12:52:01","slug":"titelimgesundheitsbereich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medtermine.at\/mt\/2020\/11\/06\/titelimgesundheitsbereich\/","title":{"rendered":"&#8222;Guten Morgen, Frau Amtsr\u00e4tin&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>*Das ist ein Gastbeitrag von Heinz Kasparovsky*<\/p>\n<p>\u201eGuten Morgen, Frau Amtsr\u00e4tin!\u201c klingt es aus der Portierloge. Wer soll denn da begr\u00fc\u00dft werden \u2013 der Mensch, die Funktionstr\u00e4gerin oder der Titel? Solches und \u00c4hnliches k\u00f6nnen wir in \u00d6sterreich laufend in unterschiedlichsten Situationen erleben. Normalerweise wird die Anrede mit einem Titel als Kompliment empfunden. Sie kann aber auch peinlich wirken, wenn z.B. in einem vollen Wartezimmer der \u201eHerr Magister soundso\u201c aufgerufen wird. Vielleicht m\u00f6chte er in dieser Situation gar nicht so viel von seiner Privatsph\u00e4re hergeben? .<\/p>\n<p><strong>Die Bedeutung von Titeln in \u00d6sterreich<\/strong><\/p>\n<p>Titel k\u00f6nnen aber auch, abgesehen vom vermeintlichen gesellschaftlichen Status der\/des Einzelnen, eine positive Wirkung entfalten: Sie erm\u00f6glichen, vor allem im gesch\u00e4ftlichen Bereich, eine Distanz von der konkreten Person und einen Fokus auf deren Funktion. Wenn ich ein chirurgisches Problem habe, bin ich mit einer \u201eFach\u00e4rztin f\u00fcr Chirurgie\u201c gut bedient, unabh\u00e4ngig von ihrem Namen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Arten von Titeln<\/strong><\/p>\n<p>In \u00d6sterreich existiert eine Unzahl von Titeln, die entweder im Bundesrecht oder in den neuen Landesrechten geregelt sind. Es sind \u00fcber 1.500 verschiedene Wortlaute. Sie lassen sich in drei Gruppen gliedern:<\/p>\n<p><em>Die erste Gruppe dokumentiert eine akademische oder berufliche Ausbildung:<\/em><\/p>\n<p>Akademische Grade (Titel f\u00fcr den Abschluss eines Studiums);<br \/>\nsonstige akademische Bezeichnungen (Titel f\u00fcr den Abschluss eines Weiterbildungslehrganges, der nicht auf Master-Niveau liegt);<br \/>\nQualifikationsbezeichnung \u201eIngenieur\/in\u201c;<br \/>\nBerufsbezeichnungen (Titel f\u00fcr den Abschluss einer Berufsbezeichnung, sei es nach Abschluss eines Hochschulstudiums oder unabh\u00e4ngig davon).<\/p>\n<p><em>Die zweite Gruppe bildet Funktionen im \u00f6ffentlichen Dienst ab:<\/em><\/p>\n<p>Amtstitel, Verwendungsbezeichnungen und Funktionsbezeichnungen im Bundesdienst;<br \/>\nAmtstitel, Verwendungsbezeichnungen und Funktionsbezeichnungen im Landesdienst.<\/p>\n<p><em>Die dritte Gruppe sind Ehrentitel:<\/em><\/p>\n<p>Diese werden aufgrund besondere Verdienste verliehen, ohne unmittelbar mit einem Studienabschluss oder einer Berufsausbildung zusammenzuh\u00e4ngen):<\/p>\n<p>Akademische Ehrentitel (z.B. \u201eEhrendoktor\/in\u201c);<br \/>\nBerufstitel, die vom Bundespr\u00e4sidenten verliehen werden (z.B. \u201eKammerschauspieler\/in\u201c).<\/p>\n<p><strong>Titel und Akademische Grade im Gesundheitswesen<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Um nur einen kleinen Einblick in die teils sehr komplizierte Titellandschaft zu geben, betrachten wir exemplarisch akademische Grade und Berufsbezeichnungen.<\/p>\n<p>Die wissenschaftliche Berufsvorbildung f\u00fcr \u00c4rztinnen und \u00c4rzte erfolgt das Studium der Humanmedizin (fr\u00fcher: Medizin). An den drei gro\u00dfen \u00f6ffentlichen Medizinischen Universit\u00e4ten Wien, Graz und Innsbruck sowie an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversit\u00e4t (mit den Standorten Salzburg und N\u00fcrnberg) wird es weiterhin als Diplomstudium angeboten.<\/p>\n<p>Als akademischer Grad wird gem\u00e4\u00df \u00a7 51 Abs. 2 des Universit\u00e4tsgesetzes 2002 \u2013 UG, BGBl. I Nr. 120\/2002, in der geltenden Fassung die Bezeichnung <strong>\u201eDoktor\/in der gesamten Heilkunde\u201c,<\/strong> <strong>lateinisch \u201eDoctor medicinae universalis\u201c, abgek\u00fcrzt \u201eDr. med. univ.\u201c,<\/strong> verliehen.<br \/>\nDas ist gegen\u00fcber fast allen anderen akademischen Graden eine Ausnahme (wie \u00fcbrigens in vielen Staaten): <strong>Die Bezeichnung \u201eDoktor\/in\u201c bildet den Abschluss eines Studiums zur Berufsvorbildung und nicht eines Forschungsstudiums.<\/strong><\/p>\n<p>Es steht aber auch ein daran anschlie\u00dfendes Doktoratsstudium im Sinne eines Forschungsstudiums zur Wahl, welches zu einem der akademischen Grade<strong> \u201eDoktor\/in der medizinischen Wissenschaft\u201c, lateinisch \u201eDoctor scientiae medicae\u201c, abgek\u00fcrzt \u201eDr. scient. med.\u201c, oder \u201eDoctor of Philosophy\u201c, abgek\u00fcrzt \u201ePhD\u201c (dem Namen nachgestellt)<\/strong>, f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Wer das genannte Diplom- und das erstgenannte Doktoratsstudium absolviert hat, kann sich <strong>\u201eDoktor\/in der gesamten Heilkunde und der medizinischen Wissenschaft\u201c, lateinisch \u201eDoctor medicinae universalis et scientiae medicae\u201c, abgek\u00fcrzt \u201eDr. med. univ. et scient. med.\u201c,<\/strong> nennen.<\/p>\n<p>An der Medizinischen Fakult\u00e4t der Johannes Kepler Universit\u00e4t Linz, der Sigmund Freud Privatuniversit\u00e4t, der Danube Private University in Krems sowie der Karl Landsteiner Privatuniversit\u00e4t f\u00fcr Gesundheitswissenschaften in Krems dagegen kann man das Studium der Humanmedizin im Sinne des \u201eBologna-Systems\u201c in der Abfolge Bachelor \u2013 Master absolvieren. Die akademischen Grade lauten <strong>\u201eBachelor of Science\u201c bzw. \u201eDoktor\/in der gesamten Heilkunde\u201c<\/strong>, diesmal als Mastergrad, also bewusst gleichlautend mit dem Diplomgrad.<\/p>\n<p>Parallel dazu verh\u00e4lt es sich mit der Zahnmedizin. Nur lauten der Diplom- bzw. Mastergrad <strong>\u201eDoktor\/in der Zahnheilkunde\u201c, lateinisch \u201eDoctor medicinae dentalis\u201c, abgek\u00fcrzt \u201eDr. med. dent.\u201c<\/strong>, und der zusammengefasste akademische Grad f\u00fcr Diplom- und Doktoratsstudium<strong> \u201eDoktor\/in der Zahnheilkunde und der medizinischen Wissenschaft\u201c, lateinisch \u201eDoctor medicinae dentalis et scientiae medicae\u201c, abgek\u00fcrzt \u201eDr. med. dent. et scient. med.\u201c<\/strong>.<\/p>\n<p>Aus dem gro\u00dfen Bereich der nicht\u00e4rztlichen Gesundheitsberufe seien<strong> exemplarisch die Hebammen, die Gehobenen Medizinisch-Technischen Dienste und die Gesundheits- und Krankenpfleger\/innen erw\u00e4hnt.<\/strong> Sie alle werden an Fachhochschulen ausgebildet und erhalten dort gem\u00e4\u00df \u00a7 6 Abs. 2 des Fachhochschulgesetzes \u2013 FHG, BGBl. Nr. 340\/1993, in der geltenden Fassung den akademischen Grad <strong>\u201eBachelor of Science\u201c, abgek\u00fcrzt \u201eBSc\u201c oder \u201eB.Sc.\u201c<\/strong>. Konsekutive \u2013 das hei\u00dft daran anschlie\u00dfende fachgleiche \u2013 Masterstudien sind in diesen Bereichen nicht eingerichtet. Allerdings werden einige Masterstudien aus Spezialgebieten wie z.B. Advanced Nursing Practice oder eHealth angeboten, die f\u00fcr die Absolvent\/inn\/en der obengenannten Bachelorstudien zug\u00e4nglich sind und mit den akademischen Graden <strong>\u201eMaster of Science\u201c, abgek\u00fcrzt \u201eMSc\u201c oder \u201eM.Sc.\u201c, bzw. \u201eMaster of Arts\u201c, abgek\u00fcrzt \u201eMA\u201c oder \u201eM.A.\u201c,<\/strong> abgeschlossen werden.<\/p>\n<p><strong>Berufsbezeichnungen<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr den humanmedizinischen Bereich gilt Folgendes: Wer das Diplom- oder Masterstudium abgeschlossen und die postgraduale \u00e4rztliche Ausbildung abgeschlossen hat, hat gem\u00e4\u00df \u00a7 43 des \u00c4rztegesetzes 1998 \u2013 \u00c4rzteG 1998, BGBl. I Nr. 169\/1998, in der geltenden Fassung die <strong>Berufsbezeichnung \u201e\u00c4rztin\/Arzt f\u00fcr Allgemeinmedizin\u201c bzw. als \u201eFach\u00e4rztin\/Facharzt f\u00fcr \u2026\u201c<\/strong> zu verwenden. Auch die Berufsbezeichnungen <strong>\u201eTurnus\u00e4rztin\/Turnusarzt\u201c und \u201ePrimaria\/Primarius\u201c<\/strong> sind geregelt.<\/p>\n<p>Im zahn\u00e4rztlichen Bereich wird schon mit dem Studienabschluss das Berufsrecht erworben, und es steht gem\u00e4\u00df \u00a7 5 des Zahn\u00e4rztegesetzes (Z\u00c4G), BGBl. I Nr. 125\/2005, in der geltenden Fassung die <strong>Berufsbezeichnung \u201eZahn\u00e4rztin\/Zahnarzt\u201c<\/strong> zu. Wer \u00fcber die Schiene des humanmedizinischen Studiums samt anschlie\u00dfender Facharztausbildung kommt, verwendet die Berufsbezeichnung \u201eZahn\u00e4rztin\/Zahnarzt (Facharztdiplom f\u00fcr Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde)\u201c. Auch hier ist die Berufsbezeichnung \u201e<strong>Primaria\/Primarius\u201c<\/strong> geregelt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Angeh\u00f6rige des Hebammenberufs steht gem\u00e4\u00df \u00a7 1 des Hebammengesetzes, BGBl. Nr. 310\/1994, in der geltenden Fassung die <strong>Berufsbezeichnung \u201eHebamme\u201c<\/strong> zur Verf\u00fcgung, die f\u00fcr beide Geschlechter gilt.<\/p>\n<p>Angeh\u00f6rige der Gehobenen Medizinisch-Technischen Dienste verwenden gem\u00e4\u00df \u00a7 10 Abs. 1 des MTD-Gesetzes, BGBl. Nr. 460\/1992, in der geltenden Fassung die f\u00fcr ihre jeweilige Sparte vorgesehene <strong>Berufsbezeichnung: \u201ePhysiotherapeut\/in\u201c, \u201eBiomedizinische\/r Analytiker\/in\u201c, \u201eRadiologietechnologin\/Radiologietechnologe\u201c, \u201eDi\u00e4tologin\/Di\u00e4tologe\u201c, \u201eErgotherapeut\/in\u201c, \u201eLogop\u00e4din\/Logop\u00e4de\u201c, \u201eOrthoptist\/in\u201c.<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Personen in der Gesundheits- und Krankenpflege steht gem\u00e4\u00df \u00a7 11 des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes \u2013 GuKG, BGBl. I Nr. 108\/1997, in der geltenden Fassung die <strong>Berufsbezeichnung \u201eDiplomierte\/r Gesundheits- und Krankenpfleger\/in\u201c<\/strong> zur Verf\u00fcgung. Besondere Berufsbezeichnungen gibt es f\u00fcr Lehrende in diesem Bereich, z.B. \u201eLehrer\/in f\u00fcr Gesundheits- und Krankenpflege (Intensivpflege)\u201c.<\/p>\n<p><strong>Verwendung und Schutz von Titeln<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wer einen \u00f6sterreichischen Titel erworben hat, darf diesen auch verwenden.<\/strong><\/p>\n<p>\u00a7 88 des Universit\u00e4tsgesetzes 2002 berechtigt Absolvent\/inn\/en anerkannter Hochschulstudien, den verliehenen akademischen Grad im Originalwortlaut zu verwenden. Grade, die aus \u00d6sterreich, anderen EU- und EWR-Staaten sowie der Schweiz kommen, d\u00fcrfen auch in \u00f6ffentliche Urkunden (z.B. Reisep\u00e4sse) eingetragen werden. Es handelt sich dabei um ein Recht und nicht um eine Verpflichtung.<\/p>\n<p>Auch die\u00a0 aufgez\u00e4hlten Berufsbezeichnungen d\u00fcrfen verwendet werden, eine Eintragung in \u00f6ffentliche Urkunden ist aber nicht vorgesehen. Die Berufsbezeichnungen f\u00fcr Zahn\u00e4rzte und Gehobene Medizinisch-Technische Dienste vorgesehenen Berufsbezeichnungen sind in der Aus\u00fcbung des jeweiligen Berufes verpflichtend zu f\u00fchren. Dahinter steckt der Gedanke des besonders hohen Konsumentenschutzes. F\u00fcr den Bereich der \u00c4rztinnen\/\u00c4rzte und der Gesundheits- und Krankenpflege sieht das Gesetz keine Verpflichtung vor. Dies d\u00fcrfte wohl keine beabsichtigte Differenzierung, sondern auf die unterschiedliche Entstehung der betreffenden Rechtsvorschriften zur\u00fcckzuf\u00fchren sein, was vielleicht einmal legistisch bereinigt werden sollte. In der Praxis spielt diese \u00dcberlegung ohnehin keine Rolle, da alle Berufsangeh\u00f6rigen die ihnen zustehenden Berufsbezeichnungen auch verwenden.<\/p>\n<p>Facheinschl\u00e4gige ausl\u00e4ndische Berufsbezeichnungen sind \u2013 zumindest im Gesundheitsbereich \u2013 im Sinne des Konsumentenschutzes nicht zu f\u00fchren; es g\u00e4be hierf\u00fcr auch keine Rechtsgrundlage. Wer mit einer entsprechenden Berufsberechtigung aus einem anderen EU- oder EWR-Staat oder der Schweiz kommt und in \u00d6sterreich die Berufsanerkennung gem\u00e4\u00df der Richtlinie \u00fcber die Anerkennung von Berufsqualifikationen, 2005\/36\/EG, erhalten hat, ist berufsrechtlich, daher auch hinsichtlich der F\u00fchrung der entsprechenden \u00f6sterreichischen Berufsbezeichnung, Personen mit \u00f6sterreichischer Ausbildung gleichgestellt.<\/p>\n<p>S\u00e4mtliche akademischen Grade und Berufsbezeichnungen werden durch das Gesetz gesch\u00fctzt und ihre f\u00e4lschliche Verwendung unter Strafe gestellt.<\/p>\n<p><strong>Ausblick<\/strong><\/p>\n<p>Immer wieder entflammt die Diskussion \u00fcber die Sinnhaftigkeit eines derartig differenzierten Systems von Titeln, wie wir es in \u00d6sterreich vorfinden. Und es ist legitim, dar\u00fcber nachzudenken. Es geht dabei um mehrere Schichten: die verliehenen Bezeichnungen selbst, das Recht zu ihrer Verwendung (die als solche unstrittig ist) und das Recht auf Eintragung in \u00f6ffentliche Urkunden. Letzteres erzeugt bei den f\u00fcr das Urkundenwesen zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden einen hohen Verwaltungsaufwand, dem zwar vielleicht ein gesellschaftlicher, aber kein rechtlicher Mehrwert gegen\u00fcbersteht.<\/p>\n<p>Wie auch immer zuk\u00fcnftige gesetzliche Regelungen aussehen werden, so ist ein systematisch durchdachtes und transparentes System von Titeln im Bereich des Gesundheitswesens wegen seines ordnenden Charakters jedenfalls essenziell.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber den Autor:<\/strong><\/p>\n<p>Heinz Kasparovsky ist seit 1979 in der \u00f6sterreichischen Hochschulverwaltung t\u00e4tig; seit 1990 Abteilungsleiter f\u00fcr Internationales Hochschulrecht im Bundesministerium f\u00fcr Wissenschaft und Forschung sowie Leiter des ENIC NARIC AUSTRIA (Informationsb\u00fcro f\u00fcr akademische Anerkennung.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber das Buch: <\/strong><\/p>\n<p>Heinz Kasparovsky \/ Ingrid Wadsack-K\u00f6chl, Titel in \u00d6sterreich: Der Leitfaden f\u00fcr die Praxis (Deutsch) Taschenbuch, ISBN-13 : 978-3854024071, Austrian Standards plus GmbH; 6. Edition (11. August 2020)<\/p>\n<p><em>Gastbeitr\u00e4ge spiegeln die Meinungen der jeweiligen Autoren wieder und sind in deren Eigenveratntwortung verfasst.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>*Das ist ein Gastbeitrag von Heinz Kasparovsky* \u201eGuten Morgen, Frau Amtsr\u00e4tin!\u201c klingt es aus der Portierloge. Wer soll denn da begr\u00fc\u00dft werden \u2013 der Mensch, die Funktionstr\u00e4gerin oder der Titel? Solches und \u00c4hnliches k\u00f6nnen wir in \u00d6sterreich laufend in unterschiedlichsten Situationen erleben. Normalerweise wird die Anrede mit einem Titel als Kompliment empfunden. Sie kann aber auch peinlich wirken, wenn z.B. in einem vollen Wartezimmer der \u201eHerr Magister soundso\u201c aufgerufen wird. Vielleicht m\u00f6chte er in dieser Situation gar nicht so viel von seiner Privatsph\u00e4re hergeben? . Die Bedeutung von Titeln in \u00d6sterreich Titel k\u00f6nnen aber auch, abgesehen vom vermeintlichen gesellschaftlichen Status der\/des Einzelnen, eine positive Wirkung entfalten: Sie erm\u00f6glichen, vor allem im gesch\u00e4ftlichen Bereich, eine Distanz von der konkreten Person und einen Fokus auf deren Funktion. Wenn ich ein chirurgisches Problem habe, bin ich mit einer \u201eFach\u00e4rztin f\u00fcr Chirurgie\u201c gut bedient, unabh\u00e4ngig von ihrem Namen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[44,80],"class_list":["post-2064","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gastbeitrag","tag-gastbeitrag","tag-osterreich"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.medtermine.at\/mt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2064","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.medtermine.at\/mt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.medtermine.at\/mt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.medtermine.at\/mt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.medtermine.at\/mt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2064"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.medtermine.at\/mt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2064\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2145,"href":"https:\/\/www.medtermine.at\/mt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2064\/revisions\/2145"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.medtermine.at\/mt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2064"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.medtermine.at\/mt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2064"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.medtermine.at\/mt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2064"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}