{"id":558,"date":"2012-07-18T11:16:32","date_gmt":"2012-07-18T10:16:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.medtermine.at\/blog\/?p=558"},"modified":"2012-07-18T11:16:32","modified_gmt":"2012-07-18T10:16:32","slug":"verdrangen-statt-vorsorgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medtermine.at\/mt\/2012\/07\/18\/verdrangen-statt-vorsorgen\/","title":{"rendered":"Verdr\u00e4ngen statt Vorsorgen?"},"content":{"rendered":"<p><!--:de-->Das 4. Fachymposium des Netzwekes gegen Darmkrebs e.V. stand am 27.6.2012 unter dem Motto &#8218;Verdr\u00e4ngen statt Vorsorgen?&#8216; Einen ganzen Nachmittag lang ging es im The Westin Grand Hotel in M\u00fcnchen um die Verhaltensmuster des Gesundheitsmuffels und wie man seine Aufmerksamkeit gewinnt. Die Kurzvortr\u00e4ge moderierte Werner Buchberger vom Bayrischen Rundfunk.<\/p>\n<p><!--:--><!--:en--><\/p>\n<p><!--:--><!--more--><!--:de--><\/p>\n<p>Nach einleitenden Worten von\u00a0 Christa Maar, Pr\u00e4sidentin Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. und Vorstand Felix Burda Stiftung, empfahl\u00a0 Michael Schoeneber, Chirurg, &#8218;Sport gegen Krebs&#8216;. Studien (u.a. :<a href=\"http:\/\/www.thelancet.com\/journals\/lancet\/article\/PIIS0140-6736(11)60749-6\/abstract\"> Chi Pang Wen 2011, The Lancet \u2013 Abstract<\/a>) w\u00fcrden zeigen, dass schon 15 min Sport t\u00e4glich das Krebsrisiko um 14% senken w\u00fcrden, bei 30 min t\u00e4glich sogar um 18%. Leider sei dies nicht additiv und ein &#8218;je l\u00e4nger desto besser&#8216; hier nicht m\u00f6glich. Sein Fazit: \u201e<em>Sport ist ein Medikament dass wir selbst herstellen und meist unterdosieren<\/em>\u201c.\u00a0Wie man Aktivit\u00e4t messen k\u00f6nne? Mit dem \u201eMET\u201c \u2013 Metabolic activity equivalent.<\/p>\n<p>Anete Carvalho-Garten, Dipl. Musiktherapeutin, NLP, Coach, brachte einen sehr kurzweiligen Vortrag \u00fcber Motivationstypen und deren zielgerichtete Ansprache. Sie stellte <a href=\"http:\/\/www.zza-online.de\/artikel\/040624.html\">Werner Corells<\/a> f\u00fcnf \u00a0Motivationstypen vor und erkl\u00e4rte warum Angst machen kontraproduktiv sei.<\/p>\n<p>In der Zwischenmoderation ein pointierter Satz des Moderators: \u201e <em>Das Gesundheitssystem kommt mir manchmal vor wie ein umgest\u00fcrzter Wald\u201c.<\/em><\/p>\n<p>Simone Widhalm, Medizinerin und Kommunikationsberaterin, stellte ein Eigenforschungsprojekt mit interessanten Einblicken in die Motivation von M\u00e4nnern vor. Sie fand auch heraus, dass der Begriff &#8218;M\u00e4nnergesundheit&#8216; nicht definiert ist und auch von M\u00e4nnern nicht als Begriff bekannt ist, im Gegensatz zu &#8218;Frauengesundheit&#8216;.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/healthcare42.com\/author\/alexander-schachinger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alexander Schachinger <\/a>stellte die Frage &#8218;Wie ver\u00e4ndern 40 mio E-Patienten das deutsche Gesundheitsystem?\u201c Es gebe mehr als Apothekenumschau und Co im Internet und\u00a0Social Media ist noch lange nicht auf der Agenda derjenigen H\u00e4user, Unternehmen und Politik nicht ausreichend dass sie es proaktiv nutzen. Er zitierte <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Manuel_Castells\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Manuel Castell&#8217;s<\/a> Netzwerkgesellschaft. Die Dynamiken bei ePatients passieren au\u00dferhalb von Selbshilfegruppen, Krankenkassen usw. Siehe auch:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.slideshare.net\/saschboris\/healthcare42com-praesi-auszuege-2011?from=ss_embed\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Slideshare-Pr\u00e4sentation<\/a>\u00a0&#8222;Digitale Innovationen im Healthcare Sektor und ihre Konsequenzen f\u00fcr den Gesundheitsmarkt&#8220;.<\/p>\n<p>Anja Berkenfeld, Betriebs\u00e4rztin ThyssenKrupp AG, referierte \u00fcber eine Kampagne f\u00fcr Mitarbeiter. Wichtig sei es die Partner im eigenen Unternehmen zu finden und zu f\u00f6rdern und auch den Vorstand als Pate f\u00fcr die Kampagne miteinzubinden. Ebenfalls wichtig, die Unterscheidung der Arbeitsplatzsituation, Newletter bei B\u00fcroarbeitspl\u00e4tzen, direkte Ansprache bei Mitarbeitern in der Produktion. Modernes Management sei auch in der Gesundheitsvorsorge n\u00f6tig \u2013 von der Analyse der Strukturen und Prozesse bis zur Ma\u00dfnahmenplanung und Evaluation.<\/p>\n<p>Gunther Fay, Inhaber Staberapotheke, stellte sein umgesetzes Pr\u00e4ventionsmarketinprojekt f\u00fcr seine Apotheken vor, dass 2010 mit dem Felix-Burda Award f\u00fcr Public Prevention ausgezeichnet wurde.<\/p>\n<p>In den Vortr\u00e4gen von Gisela Oswald, Bayrisches Staatsministerium f Umwelt und Gesundheit, und \u00a0Margret Schrader, GF Krebsgesellschaft NRW e.V. ging es darum Menschen zur Vorsorge zu bewegen. Kontroversieller konnte es gar nicht sein, w\u00e4hrend\u00a0 Oswald mit einem Youtube Video und \u201eSocial Media\u201c Kan\u00e4len aufwartete und Angst als Motivationsfaktor einsetze, wollte Schrader 1000 mutige M\u00e4nner zur Vorsorge bewegen, ganz lokal und ganz offline, aber wirkungsvoll und mit zielgruppenorientierter Ansprache sowie mit der Einleitung \u201eich bin schockiert \u00fcber das Video\u201c&#8230; Der Moderator erkannte die Kontroverse und bat Oswald nochmals aufs Podium. Sie rechtfertigte sich, dass Wahrnehmundpsychologen sagen w\u00fcrden, dass man krass werben m\u00fcsse um geh\u00f6rt zu werden.\u00a0 Dem entgegnete Schrader dass diese Art schon seit 20 Jahren nicht mehr wirken w\u00fcrde und sie gerne die Evaluation dieser Kampagne machen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Rudolf Loibl, Unternehmensberater, schloss den Nachmittag mit Empfehlungen, wie man schnell den Alltag vermiest und Patienten ver\u00e4rgert. Ein Umkehrungsvortrag mit Spa\u00dfpotential.<!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das 4. Fachymposium des Netzwekes gegen Darmkrebs e.V. stand am 27.6.2012 unter dem Motto &#8218;Verdr\u00e4ngen statt Vorsorgen?&#8216; Einen ganzen Nachmittag lang ging es im The Westin Grand Hotel in M\u00fcnchen um die Verhaltensmuster des Gesundheitsmuffels und wie man seine Aufmerksamkeit gewinnt. 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