{"id":921,"date":"2013-03-23T09:58:31","date_gmt":"2013-03-23T08:58:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.medtermine.at\/blog\/?p=921"},"modified":"2013-03-23T09:58:31","modified_gmt":"2013-03-23T08:58:31","slug":"bedarfsgerecht-zielgerichtet-patientenorientiert-wie-setzen-wir-die-gesundheitsreform-um","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medtermine.at\/mt\/2013\/03\/23\/bedarfsgerecht-zielgerichtet-patientenorientiert-wie-setzen-wir-die-gesundheitsreform-um\/","title":{"rendered":"Bedarfsgerecht. Zielgerichtet. Patientenorientiert. Wie setzen wir die Gesundheitsreform um?"},"content":{"rendered":"<p><!--:de-->Die siebente Veranstaltung der Reihe \u201eZukunft Gesundheit\u201c der Karl Landsteiner Gesellschaft stand am 12. M\u00e4rz 2013 unter dem Motto der neuen Gesundheitsreform.<\/p>\n<p>Es diskutierten:<br \/>\nDr. Gerald Bachinger, Sprecher der Patientenanw\u00e4lte \u00d6sterreichs<br \/>\nDr. Josef Probst, Generaldirektor-Stellvertreter im Hauptverband der \u00f6sterreichischen Sozialversicherungstr\u00e4ger<br \/>\nDr. Erwin Rebhandl, Arzt f\u00fcr Allgemeinmedizin, Pr\u00e4sident von AM plus &#8211; Initiative f\u00fcr Allgemeinmedizin und Gesundheit<br \/>\nDr. Christoph Reisner, MSc, Pr\u00e4sident der \u00c4rztekammer f\u00fcr Nieder\u00f6sterreich<\/p>\n<p>Moderation: Univ. Prof. Dr. Bernhard Schwarz, Pr\u00e4sident der Karl-Landsteiner-Gesellschaft, der zu Begin drei \u00fcbergeordnete Fragen stellte, zu denen sich die Diskutanten \u00e4u\u00dfern sollten:<\/p>\n<p>1 Wie k\u00f6nnen die Ziele der Gesundheitsreform erreicht werden ohne dass die Qualit\u00e4t darunter leidet?<br \/>\n2 Chronische Erkrankungen. Hier ist eine strukturierte Versorgung das Ziel \u2013 wie wird entschieden welche Leistungen wo verf\u00fcgbar sind?<br \/>\n3 Transparenz &#8211; werden Ergebnisse zuk\u00fcnftiger Evaluationen auch den Patienten zug\u00e4nglich sein?<\/p>\n<p>Probst er\u00f6ffnete das Podium das es zu wenige gesunde Lebensjahr in \u00f6sterreich g\u00e4be und es zu viele Akteure im Gesundheitswesen g\u00e4be. Der erste Schritt sei aber getan, die Rahmengesundheitsziele. Es gehe jetzt darum konkrete Ziele zur erarbeiten und messbar zu machen. Zur Frage der Ergebnisqualit\u00e4t und deren Messung: \u00f6sterreich habe einige gute Ans\u00e4tze aber nichts Fl\u00e4chendeckendes.<\/p>\n<p>Reisner wiederholte, wie schon bei anderen Veranstaltungen auch, dass die Gesundheitsreform seiner Meinung nach nur eine Finanzierungsreform sei. Er bedauerte, dass die \u00c4rztekammern derzeit nicht in den Gremien sitze. Darauf antwortete Probst, der im Gremium sitzt, dass sich das System erst finden m\u00fcsse und erst im n\u00e4chsten Schritt nach und nach andere Player mit eingebunden w\u00fcrden, da es sonst wieder keine Ergebnisse geben k\u00f6nnte.<br \/>\nReisner weiter zum Stichwort strukturierte Versorgung: Wenn jemand schon nach f\u00fcnf Tagen nach einer H\u00fcft OP entlassen werde, finde man wenig ad\u00e4quate Versorgung im niedergelassenen Bereich. Ebenfalls bem\u00e4ngelte er die Ausbildungssituation im station\u00e4ren Bereich. Es sei ein Zufall ob man gut ausgebildet werde oder nicht.<\/p>\n<p>Bachinger sieht aus Patientesicht eine T\u00fcre ge\u00f6ffnet, bef\u00fcrchtet aber wenn diese T\u00fcre zugehe es sich wieder sehr lange nichts im Gesundheitswesen \u00e4ndere. Derzeit sei nicht mehr als ein Papier am Tisch und die wirkliche Arbeit solle jetzt erfolgen. Er erwarte sich sehr viel. Er betonte dass man sich \u00fcberlegen solle wie man die Patienten an den Hausarzt binden k\u00f6nne und unterschied hier zwischen freier Arztwahl und beliebiger Einstieg in h\u00f6here Versorgungsebenen. Es fehle ihm derzeit komplett die Einbeziehung des m\u00fcndigen Patienten und er w\u00fcnsche sich eine Grundberatung, eine Art Callcenter. Hier gehe es ihm nicht um Dr. Ed, sondern um die Information f\u00fcr Patienten sich im Gesundheitswesen zu orientieren.<\/p>\n<p>Nach Rebhandl sei der derzeitige Ansatz der Gesundheitsreform das konkreteste was er in seinen 32 Jahren als Allgemeinpraktiker gesehen habe. Seiner Meinung nach kann es nur gelingen wenn man die Allgemeinmedizin st\u00e4rke, und das sei nicht neu und schon in den 1970ern in der WHO festgelegt worden. Aber auch andere Berufe, die dem Arzt zuarbeiten sollen gest\u00e4rkt werden, z.B. Wundversorgung durch ausgebildetes Pflegepersonal. Die Hausarztt\u00e4tigkeit solle klar strukturiert sein. Er sehe auch Handlungsbedarf in der Umsetzung von Vertr\u00e4gen. Es solle klar sein, welche Leistungen ein Hausarzt zu erbringen habe und welche nicht. Die Grundphilosohie des \u201ePrimary Healthcare\u201c solle jedoch \u00fcberall umgesetzt werden, er ist sich dessen aber bewusst, dass dies nicht \u00fcberall gleich aussehen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Insgesamt war die Diskussion eine recht positive mit vielen anregenden Stellungnahmen aus dem Publikum und anschlie\u00dfenden Diskussionen in kleineren Gruppen.<!--:--><!--:en--><\/p>\n<p><!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die siebente Veranstaltung der Reihe \u201eZukunft Gesundheit\u201c der Karl Landsteiner Gesellschaft stand am 12. M\u00e4rz 2013 unter dem Motto der neuen Gesundheitsreform. 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